Wieso heißt der Verein „Sternklar“?
Vielleicht hast Du Dich schon gefragt, warum unser Verein „Sternklar“ heißt. Der Name ist bewusst gewählt. Er steht für einen klaren Blick zum Sternenhimmel, für die Verbindung zwischen Himmel und Erde und für die innere Offenheit, sich auf etwas einzulassen, das über das unmittelbar Sichtbare hinausgeht.
Ein Gedicht, das den Namen „Sternklar“ berührt.
Wer verstehen möchte, welche Stimmung und welches Empfinden sich hinter diesem Namen verbirgt, dem möchten wir ein besonderes Gedicht ans Herz legen: „Mondnacht“ von Joseph von Eichendorff (1837; Epoche der Romantik). Es ist ein Gedicht über eine stille, geheimnisvolle Verbindung von Himmel und Erde – über Sehnsucht, Weite und das Gefühl, dass zwischen dem Irdischen und dem Himmlischen eine tiefere Verbindung bestehen kann.
Nimm Dir einen Moment Zeit und lies die folgenden Zeilen in Ruhe. Vielleicht kennst Du dieses Gedicht bereits. Vielleicht begegnest Du ihm heute zum ersten Mal. Lass die Worte einfach auf Dich wirken – ohne sie erklären oder verstehen zu müssen. Denn manchmal vermag ein Gedicht etwas auszudrücken, für das Worte allein kaum ausreichen.
Das Gedicht „Mondnacht“
Es war, als hätt der Himmel
Die Erde still geküsst,
Dass sie im Blütenschimmer
Von ihm nun träumen müsst.
Die Luft ging durch die Felder,
Die Ähren wogten sacht,
Es rauschten leis die Wälder,
So sternklar war die Nacht.
Und meine Seele spannte
Weit ihre Flügel aus,
Flog durch die stillen Lande,
Als flöge sie nach Haus.